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Neues aus dem Hamburger Institut
für Sozialforschung

— Februar 2020

Weitere Informationen finden Sie unter www.his-online.de


Liebe Leserinnen und Leser,


nach dem aus unserer Sicht gelungenen Auftakt ins Jahr 2020 mit der Verleihung des Siegfried Landshut Preises an George Steinmetz, freuen wir uns, wenn Sie am 19. Februar zur nächsten Veranstaltung bei uns im HIS dabei sein können.
Mehr darüber und über einiges Weitere erfahren Sie hier in unserem Februar-Newsletter.

Herzliche Grüße aus dem Mittelweg!



Veranstaltungen

Mehr Informationen finden Sie hier


Spaniens Seufzer. Geschichte und Gegenwart des spanischen Nationalgedankens, 1808—2019

Am 19. Februar spricht Xosé M. Núñez Seixas mit Anna Catharina Hofmann und Philipp Müller (Moderation) über den spanischen Nationalstolz und warum dieser in jüngster Zeit wieder zu einem zentralen Thema der spanischen Politik geworden ist.
(Eine Kooperation des HIS mit dem Instituto Cervantes Hamburg)


Siegfried Landshut Preis

Die Broschüre zur erstmaligen Verleihung des Landshut Preises, Preisträger war Michael Mann, finden Sie als Link auf unserer Website (pdf zum Download).
Sie wurde von André Kieserling in der FAS am 2. Februar besprochen.
Außerdem ist jetzt die erste Lecture unseres Preisträgers 2019, George Steinmetz, in unserer Mediathek zu hören.


Neues von unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

Forschung


Stefan Malthaner

nimmt am 13. Februar an der Podiumsdiskussion "Gewalterfahrungen einer Stadt: Hat G 20 uns verändert?” an der Universität Hamburg teil.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.V. der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft.


Wolfgang Knöbl

"How (not) to explain Violence. Towards a processual Perspective" lautet der Titel des Vortrags, den er am 3. März am philosophischen Institut der Karls-Universität in Prag hält.

Der Vortrag wird kommentiert von Johann Pall Arnason unter dem Titel "Historical Processes and their Interpretation".


Lucio Angeli, Franziska Brachthäuser, Bastien Dratwa und Pablo Schmelzer

Wir freuen uns, vier neue Kolleg_innen bei uns am HIS zu begrüßen.
Herzlich Willkommen in den Forschungsgruppen Rechtssoziologie, Makrogewalt und Demokratie und Staatlichkeit.



Zur Website des sozialwissenschaftlichen Nachrichtenportals


Entgrenzte Freiheit

In modernen Konsumgesellschaften entfaltet sich angesichts des Klimanotstandes eine weitere fundamentale Krise, eine Erschöpfung der Demokratie. Schließlich erweisen sich demokratische Systeme als zunehmend unfähig, wirklich transformative Maßnahmen durchzusetzen. Da erstaunt es kaum, dass autoritäre Ansätze nicht nur in der umwelt- und klimapolitischen Literatur ein auffälliges Comeback erleben.
 
Ausgehend von diesem Befund sehen Ingolfur Blühdorn und Karoline Kalke eine wesentliche Ursache für die Erschöpfung der Demokratie in der Entgrenzung von Freiheits- und Berechtigungsansprüchen, die sie mit der Verabschiedung vom aufklärerischen Ideal der Mündigkeit verknüpfen. Mit Blick auf die bevorstehenden gesellschaftspolitischen Herausforderungen stellt die Entgrenzte Freiheit aus ihrer Sicht kein geringeres Problem dar als deren unrechtmäßige Beschränkung.

Missverständnisse und Missverhältnisse monetärer Souveränität in Europa

Die Welt des Geldes ist in Bewegung: Neue Zahlungsmittel sprießen aus dem Boden, neue Zahlungsabwicklungen werden erprobt, aber auch die „klassischen“ Währungen buhlen um Aufmerksamkeit. Zudem hat sich in den letzten zehn Jahren die von der Europäischen Zentralbank gemessene offizielle Geldmenge mehr als verdoppelt.

Friedo Karth, Carolin Müller und Aaron Sahr nehmen derlei Entwicklungen zum Anlass, um über die Herstellung von Zahlungsfähigkeit nachzudenken. In drei Essays befassen sie sich mit privatwirtschaftlicher und politischer Geldschöpfung. Der erste Text erarbeitet einen konzeptuellen Vorschlag zur Erfassung der Kontrollproblematik und konzentriert sich auf die Geldschöpfung durch private Banken. Der zweite Aufsatz nimmt die spezielle Konstitution der Eurozone mit ihrer „Privatisierung“ staatlicher Zahlungsfähigkeit in den Blick. Der dritte Teil der Trilogie versucht sich schließlich an einer Verallgemeinerung und deutet die wirtschaftssoziologischen Potenziale des Konzepts „monetäre Souveränität“ an.

Rezensionen 

In seinem aktuellen Buch wirft Carles Boix dem Diskurs zum Wandel von Demokratie und Kapitalismus vor, die Folgen technologischer Entwicklungen systematisch zu unterschätzen. Will man den Kapitalismus des frühen 21. Jahrhunderts verstehen, so die Überzeugung des Autors, muss man das Silicon Valley mit seinen technologischen Neuerungen und deren Auswirkungen untersuchen. In seiner Besprechung des Buches warnt Timur Ergen hingegen davor, dass ein solch exklusiver Blick auf den wohl bedeutendsten Standort der IT-Industrie an der Lebenswirklichkeit der meisten Bürger*innen vorbeigehen dürfte.

Weitere rezensentische Stellungnahmen, unter anderem zu "American Capitalism. New Histories", herausgegeben von Christine Desan und Sven Beckert, "Philosophische Geschlechtertheorien zur Einführung" von Friederike Kuster sowie zu Davor Löfflers "Generative Realitäten I. Die Technologische Zivilisation als neue Achsenzeit und Zivilisationsstufe. Eine Anthropologie des 21. Jahrhunderts" und weiteren interessanten Büchern, finden Sie hier.


Nachrichten aus Verlag und Zeitschrift


Das Doppelheft 6/2019-1/2020 mit dem Titel „Die Gruppe. Zur Geschichte und Theorie eines folgenreichen Konzepts“ ist erschienen.
Unter www.mittelweg36.de können Sie das Heft bestellen.

Mit Beiträgen von Hanna Engelmeier, David Kuchenbuch, Timo Luks, Thomas Etzemüller, Nora Binder, David Monninger, Johannes Platz, Jens Elberfeld, Gregor Harbusch, Heike Delitz und Wolfgang Kraushaar.


»Krisen sind normal für Demokratien« – Hedwig Richter im TiefenSchärfe-Podcast

In Folge 3 des »TiefenSchärfe«-Podcasts geht es mit der Historikerin Hedwig Richter um die oft chaotische Geschichte der Einführung des Wahlrechts – inklusive napoleonischer Plebiszite, bei denen von Tür zu Tür gegangen wurde, frühen Wahlen, bei denen geraucht und getrunken wurde und dem langen Kampf um die Einführung des Frauenwahlrechts. »TiefenSchärfe«, der Podcast der Hamburger Edition, ist auf Apple Podcasts, Spotify, Youtube und weiteren Plattformen zu finden.

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Mittelweg 36
20148 Hamburg
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